Wohnhochhäuser erleben eine Renaissance

Rainer Schorr erinnert sich noch gut an Zeiten, in denen Wohnhochhäuser vor allem mit Sozialbausiedlungen in Verbindung gebracht wurden. Hässliche Bauklötze, die das Stadtbild ruinieren und vor allem in den 1960er und 1970er Jahren an den Stadtrand verbannt wurden. Zwischen vergammelten Grünanlagen und hinter schnell hoch gezogenen Betonmauern wollte niemand wohnen. Das schlechte Image der Wohnhochhäuser hat sich eingebrannt und ist nur schwer aus den Köpfen der Menschen herauszubekommen. Das weiß auch der erfahrene Investor. Dennoch rät er dazu, Wohnhochhäuser als mögliche Investition im Auge zu behalten, denn sie erleben derzeit eine Renaissance. Laut einer Studie der bulwiengesa sollen bis zum Jahr 2018 in Deutschland 79 Wohnhochhäuser mit insgesamt 9.770 Wohnungen gebaut werden.

Rainer Schorr weiß: Moderne Wohnhochhäuser sind luxuriös

Im Gegensatz zu den verspotteten Bauten aus der Nachkriegszeit überzeugen moderne Wohnhochhäuser durch ästhetisches Design und luxuriöse Ausstattung. Sie werden im Stadtzentrum gebaut und verpassen dem Stadtbild eine ganz besondere Note. Jedes der 79 geplanten Wohnhochhäuser soll als Gesamtkunstwerk verstanden werden und wenn möglich auch Architekturpreise gewinnen. Großzügige Grundrisse in bester Lage machen die modernen Wohnhochhäuser zu einer gewinnbringenden Investition.

Flächennot macht Wohnhochhäuser attraktiv

Etwa 75 Prozent der Deutschen leben mittlerweile in der Stadt. Wohnungsknappheit, Flächenmangel und Bevölkerungswachstum zwingen die Bauherren, nach Alternativen zu suchen. Rainer Schorr glaubt, dass Wohnhochhäuser immer wichtiger werden. Wenn die Bodenpreise kaum noch bezahlbar sind und immer weniger Fläche zur Verfügung steht, scheint der Bau in die Höhe die einzige Alternative.

Besonders in den gefragten A-Städten wie Berlin, Hamburg oder München wird der Bedarf nach Wohnraum immer weiter steigen. Deshalb werden diese Städte zunehmend von Wohnhochhäusern geprägt sein. In der Hauptstadt sollen bis zum Jahr 2018 2.700 der insgesamt 9.770 geplanten Wohnungen in Wohnhochhäusern entstehen. Das ist jedoch nur der Anfang, denn der Bedarf ist damit keinesfalls gedeckt. Wer sein Geld gewinnbringend in Wohnimmobilien investieren will, sollte Wohnhochhäuser im Auge behalten, sagt Rainer Schorr.