Rainer Schorr sieht die Brexit-Auswirkungen als Chance für Deutschland

Eintrübung der britischen Wirtschaftsleistung
Rainer Schorr beobachtet eine negative Entwicklung der britischen Wirtschaft. So sind nach Angaben der Londoner Notenbank die neuesten Konjunkturwerte besorgniserregend. Das britische Votum zum Ausstieg aus der Europäischen Union hat die Wirtschaft auf der Insel so tief sinken lassen wie seit der die Finanzwelt erschütternden Krise im Jahr 2009 nicht mehr. Rainer Schorr teilt hier die Ansicht des britischen Finanzministers George Osbourne. Dieser befürchtet für Großbritannien innerhalb von zwei Jahren die Entwicklung einer selbstverschuldeten Rezession. So könnte die Wirtschaftsleistung um bis zu sechs Prozent niedriger ausfallen als bei einem Verbleib in der Europäischen Union. Es drohen außerdem bis zum Jahr 2020 Wachstumsverluste der Wirtschaft von über neun Prozent. Auch internationale Organisationen wie die OECD und der IWF rechnen mit spürbaren Einbußen im Vergleich zu einem Verbleib in der Europäischen Union.

Rainer Schorr warnt: Der Austritt aus der Europäischen Union könnte die Arbeitslosigkeit in Großbritannien steigern

Derzeit liegt die Arbeitslosenquote auf der Insel bei einem historischen Zehn-Jahres-Tief von fünf Prozent. Nach Rainer Schorrs Einschätzung und der vieler weiterer Experten ist aber damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit nach dem Abschied aus der Europäischen Union steigen wird. Anhänger des Brexit-Lagers argumentieren hingegen, dass durch den Wegfall von EU-Vorschriften neue Jobs entstehen könnten.

Auch die Konsequenzen für den britischen Außenhandel könnten fatal sein. Nach einem Brexit sehen viele Experten für die Briten den Zugang zum Binnenmarkt der Europäischen Union versperrt beziehungsweise mit starken Hürden belegt. Alles in allem drohen der Wirtschaft in Großbritannien große Nachteile. Nicht zuletzt ist die aktuelle gute Kreditwürdigkeit des britischen Staates gefährdet. Momentan bewertet die renommierte Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit Großbritanniens eine Note unter der Bestnote AAA. Wird das Rating herabgestuft, kann das nach Ansicht von Rainer Schorr höhere Kosten bei der Schuldenaufnahme zur Folge haben. Nicht zuletzt wird die negative Entwicklung der Wirtschaft in Großbritannien durchaus positive Folgen für Deutschland und insbesondere für den deutschen Immobilienmarkt haben. Rainer Schorr rät dazu, Chancen frühzeitig zu ergreifen und jetzt in deutsche Immobilien zu investieren.