Rainer Schorr beobachtet steigende Immobilienpreise

LBS erwartet Preisanstieg um bis zu vier Prozent

Eine Umfrage der LBS und Sparkassen ergab, dass die Immobilienpreise in Deutschland weiterhin steigen. 600 Immobilienexperten rechnen mit einem Preisanstieg um bis zu vier Prozent bis Jahresende, denn die Nachfrage sei nach wie vor hoch. Der Neubau könne die Nachfrage auf dem deutschen Markt nicht ausgleichen. Zwar seien deutlich mehr Baugenehmigungen erteilt worden; bis diese Objekte bezugsfertig seien, würde es aber noch dauern. Deshalb müssten sich die Bürger vorerst auf steigende Preise einstellen. Die LBS-Experten sehendiese Entwicklungvor allem durch attraktive Finanzierungsmöglichkeiten für Kaufinteressenten, eine gute Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung sowie steigenden Wohnraumbedarf und ein deutliches Maß an Zuwanderung begünstigt. Die Entspannungstendenzen aus dem vergangenen Jahr seien passé.

Rainer Schorr hat den LBS-Immobilienspiegel im Blick

Seit vielen Jahren vermittelt der LBS-Immobilienspiegel ein umfassendes Bild der Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Fachleute berichten jedes Frühjahr über die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation auf dem Neubau- und Gebrauchtwohnungsmarkt sowie über die aktuelle Preisentwicklung in 925 Städten, wobei sie überwiegend mittlere und gute Lagen berücksichtigen. Erhoben werden Preise für frei stehende Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Eigentumswohnungen und Bauland. Dieses Frühjahr konnten besonders bei gebrauchten,frei stehenden Einfamilienhäusern in attraktiver Lage von Region zu Region enorme Preisunterschiede festgestellt werden.

Preise klaffen deutschlandweit auseinander

Mit einer Million Euro ist ein gebrauchtes, frei stehendes Einfamilienhaus in München nach LBS-Angaben etwa zehn Mal teurer als das Gegenstück in ostdeutschen Mittelstädten. Damit ist München Spitzenreiter, was das Preisniveau betrifft, sagt Rainer Schorr. Es folgen weitere Großstädte in Süddeutschland wie Regensburg, wo das gebrauchte, frei stehende Einfamilienhaus für 790.000 Euro zu haben ist, und Stuttgart, wo Kaufinteressenten 780.000 Euro auf den Tisch legen müssen. Wiesbaden (750.000 Euro) und Freiburg im Breisgau (700.000) belegen Platz vier und Platz fünf. Günstigere Angebote gibt es in den kleineren Großstädten mit bis zu 500.000 Einwohnern. Dazu zählen Leipzig, Hannover, Bremen, Dortmund oder Dresden. Aber auch in Berlin, wo Rainer Schorr ansässig ist, ist ein gebrauchtes, frei stehendes Einfamilienhaus für 250.000 Euro bis 320.000 Euro vergleichsweise günstig.